München wurde im Jahre 1852 endlich zur Großstadt ernannt, nachdem die Grenze von 100.000 Einwohnern überschritten wurde. Diese nahm in den nächsten Jahren so rapide zu, dass 1883 bereits 250.000 Einwohner und daraufhin im Jahr 1901 500.000 Einwohner gezählt wurden. So wurde München im Deutschen Reich die drittgrößte Stadt. Die Millionengrenze wurde im Jahre 1957 erreicht und erlangte 1972 mit 1,33 Millionen Einwohnern ihren damaligen Höhepunkt.
In den Jahren danach bis zum Jahr 2000 schwankte die Einwohnerzahl von München nach oben und unten. Seit dieser Zeit geht der Trend in der Einwohnerentwicklung wieder stetig nach oben, so dass im Mai 2009 eine Einwohnerzahl von 1,35 Millionen verzeichnet werden konnte, welche die höchste der Stadtgeschichte darstellt. Aufgrund dieser Tatsache gilt München als bevölkerungsdichteste Stadt Deutschlands mit 4,313 Einwohnern je Quadratkilometer.
Auch in der Geburtenzahl liegt München weit vorne und ist eine der seltenen Städte in Deutschland in denen die Sterberate unter der Geburtenrate liegt. Die Bevölkerungsstruktur in München ist sehr gemischt und umfasst viele Ausländer, welche unter anderem aus der Ukraine, den USA, Russland, Frankreich, dem Irak, Serbien, Polen, Bosnien und Herzegowina, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien und der Türkei kommen. Wobei letzter die größte Gruppe melderechtlich registrierter Ausländer in München darstellt.